Dienstag ist Markttag in Milas. Der Markt dort unterscheidet sich zwar nicht grundlegend von denen in Bodrum oder in Yalikavak, ist jedoch weniger auf Touristen ausgerichtet und somit authentischer. Milas, das antike Mylasa, ist kein Touristenort und es gibt dort auch nicht mehr so viel zu sehen. Ein kurzer Ausflug zum Gümüskesen (Silberschrein, eine verkleinerte Nachbildung des Mausoleums in Bodrum, aber wesentlich besser erhalten) lohnt sich jedoch. Folgen Sie mit Ihrem PKW ab Yalikavak erst der Beschilderung nach Bodrum oder nach Torba (eine Strecke führt quer durch die Halbinsel, die andere an der Küste entlang; sie sind hinsichtlich Länge und Fahrtdauer ähnlich), dann Richtung Milas. Dort fahren Sie Richtung Zentrum (Center/Sehir Merkezi) und folgen der Beschilderung zum Gümüskesen (kleine gelbe Schilder, manchmal etwas versteckt). Kurz vor dem Markt müssen Sie parken (wenn kein Markt ist, können Sie auch weiterfahren) und zu Fuß den Schildern auf den Hügel folgen (vom Markt aus etwa 15 Minuten).
N Auf der Rückfahrt können Sie eine Abkürzung nehmen, die Sie auf der Höhe des Flughafens auf die Straße zwischen Milas und Bodrum führt. Nach einigen Kilometern teilt sich die Straße. Die Straße, auf der Sie gekommen sind, lassen Sie nun (im wahrsten Sinn des Wortes) links liegen und halten sich rechts. Bereits nach kurzer Fahrt können Sie auf der rechten Seite den Flughafen erkennen. Halten Sie sich geradeaus (die Straße macht einige Schlenker, Sie können sich aber am Flughafen orientieren), bis Sie nur noch nach links oder rechts können. Wenn Sie nun rechts abbiegen, stoßen Sie auf die Straße Milas-Bodrum. Hier fahren Sie wieder rechts und können kurz vor Bodrum erneut entscheiden, ob Sie der Beschilderung nach Yalikavak und somit der Straße an der Küste folgen oder ob Sie durch Bodrum fahren. In diesem Fall bleiben Sie auf der Durchfahrtsstraße, bis Sie einige Kilometer hinter Bodrum einen Wegweiser nach Yalikavak (rechts) sehen. [ T O P ] Besonders
empfehlenswert ist der Tagesausflug nach S e l c u k / E p
h e s u s.
Anschließend erreicht man das moderne Selcuk bzw das antike Ephesos (Beschilderung nach Efes folgen). Es gibt zwei Eingänge, einmal oberhalb und einmal unterhalb der antiken Stadt. Man kann also entweder beispielsweise einmal von oben nach unten laufen und sich dann von einem Taxi wieder zum eigenen Auto fahren lassen, oder aber man durchquert die Stadt ein zweites Mal (es gibt sicherlich genug zu sehen). In Selcuk sollte man außerdem das Museum (ausgeschildert) und die Reste der Johannesbasilika (St. John-Wegweiser) besuchen. Von dem als Weltwunder gerühmten Artemision (gleichnamiges Schild nahe dem unteren Eingang von Ephesos) ist nicht sehr viel übrig, aber da es keinen Umweg erfordert, lohnt es sich, den Blick mit Johannesbasilika und Isa-Bey-Moschee im Hintergrund (drei Religionen auf einen Blick) zu genießen. Die Grotte der Sieben-Schläfer (Schild ”Grotto of the Seven Sleepers”) ist zwar momentan wegen Restaurierung geschlossen, aber unterhalb der Stätte haben sich kleine und hübsch gelegene Restaurantzelte angesiedelt. Hier isst man idyllischer zu Mittag als in Selcuk selber. Das Haus der Maria (Beschilderung Meryemana), eins von zwei Sterbehäusern der Mutter Gottes, liegt auf dem Bülbül Dagi (Nachtigallenberg). Die Kreuzfahrerburg ist momentan geschlossen. Wenn man nun noch Zeit und Nerv hat, kann man, anstatt direkt zurück nach Yalikavak zu fahren, einen Umweg (mit Badestopp, also Badesachen nicht vergessen) über den Dilek-Yaramidasi-Nationalpark machen. Man folgt hierfür der Straße bis hinter Kusadasi, wo man erst auf die Bausünden in dieser schönen Landschaft und dann auf Schilder mit der Beschriftung ”Güzelcamli” bzw. ”Milli Park” stößt. Hinter Güzelcamli muss man am Eingang des Parks eine geringe Eintrittsgebühr zahlen und kann dann in den Park fahren. Rechts finden sich alle paar Kilometer Abzweigungen an die Strände, links kann man im Wald spazieren gehen. Zwar ist der Park landschaftlich sehr reizvoll, im Sommer bzw. an den Wochenenden aber sicherlich nicht sehr ruhig. (Alternativ dazu kann man auch am Bafa-See eine Badepause einlegen.) Wenn Sie vom Nationalpark zurückfahren, biegen Sie in Güzelcamli nicht links in die Straße ab, aus der Sie gekommen sind, sondern fahren Sie geradeaus weiter. Die Straße führt durch die Berge auf eine Hauptstraße. Wenn Sie hier nach rechts abbiegen, erreichen Sie nach wenigen Kilometern Söke. Von dort folgen Sie den Wegweisern nach Milas, dann Bodrum und ab da wie oben beschrieben. [ T O P ] Tagestour P r i e n e , M i l e t , D i d y m a,, ebenfalls sehr empfehlenswert. Bis Milas wie oben beschrieben, dann weiter Richtung Söke/Izmir. Auch hier ist eine Pause am Bafa-See möglich (siehe oben). Kurz vor Söke den Hinweisschildern nach Priene folgen (diese Straße führt auch weiter nach Milet und Didyma). Sie erreichen die gut erhaltene antike Stadt nach wenigen Kilometern. Sollten Sie nach dem Rundgang Hunger haben, so können Sie entweder in Priene unterhalb der antiken Stadt essen oder aber, wenn Sie einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, in Richtung Milet weiterfahren (folgen Sie der Straße, die Sie gekommen sind) und dann bei Tuzburgazi nach rechts abbiegen. Fahren Sie in Richtung Doganbey, daran vorbei und folgen Sie der Straße. Links können Sie gut sehen, wie das Mäanderdelta langsam ins Meer übergeht. An der Straße finden Sie Restaurants mit frischem Fisch. Die landschaftlich schöne Straße endet in Karine an einem Militärposten. Auch in diesem winzigen Ort gibt es ein Restaurant mit frischem Fisch. Anschließend müssen Sie wieder zurück auf die Straße zwischen Priene und der antiken Stadt Milet. Nach einer Fahrt durch das Mäanderdelta erreichen Sie das von weitem sichtbare und sehr sehenswerte Milet. Anschließend lohnt noch die Weiterfahrt nach Didyma. Folgen Sie der Straße, auf der Sie gekommen sind und den Hinweisschildern (Didyma/Didim), um zu Kleinasiens gewaltigster Tempelruine zu gelangen.
Fahren Sie zurück, wie Sie gekommen sind, bis Sie bei Akköy auf Hinweisschilder nach Milas stoßen - dann weiter wie oben beschrieben. [ T O P ]
Das Mausoleum ist nicht ganz so beeindruckend, wie es der Status als eins der antiken Weltwunder erwarten lassen könnte. Man erreicht es, indem man am Kai entlang (weg vom Kastell) geht, dann am gelben Mausoleum-Wegweiser in eine der nach rechts abbiegenden Straßen geht und, dem Wegweiser weiter folgend, schließlich nach links abbiegt.
Neben den Sehenswürdigkeiten hat Bodrum mit seinen Geschäften, der Strandpromenade und den verschiedenen Restaurants und Kneipen jede Menge zu bieten. Nach dem Besuch in Bodrum bietet sich für Interessierte eventuell noch ein Besuch im antiken Myndos an. In Bodrum den kleinen gelben Wegweisern Richtung Myndos folgen, der Ort liegt in der Nähe des Dorfes Gümüslük (siehe auch unter dem Kapitel ”Ausgehen”). Die archäologischen Reste sind sehr spärlich und somit kaum einen Besuch wert, es ist mehr das Gefühl, dass bereits Alexander der Große an derselben Stelle stand. Zwischen Yalikavak und Bodrum fahren ständig Dolmus (Kleinbusse). [ T O P ] Tagesausflug durch das Cine-Tal nach Alabanda und Alinda. Bis Milas wie unter Punkt 1, in Milas Richtung Yatagan/Mugla. In Yatagan dann nach links Richtung Çine/Aydin. Ab dieser Kreuzung führt die kurvenreiche Straße Sie durch malerische Landschaft entlang dem Fluss Cine. In der Stadt Cine finden Sie einen Wegweiser nach links, der Sie nach wenigen Kilometern nach Alabanda führt. Das neuere Dorf ist auf bzw. zwischen den Ruinen der alten Stadt gebaut und liegt am Hang links von der Straße. Folgen Sie anschließend der Straße, auf der Sie gekommen sind, bis Sie auf Wegweiser nach Alinda oder Karpuzlu stoßen. Karpuzlu ist ebenfalls teilweise auf den Ruinen der alten Stadt Alinda erbaut. Schon von der Straße können Sie das alles überragende antike Marktgebäude sehen. Wenn Sie über einen geländegängigen Wagen verfügen, ein guter Fahrer oder eine gute Fahrerin sind und es nicht kurz vorher geregnet hat, können Sie von Alinda aus über Labranda, eine antike heilige Stätte der Karer, nach Milas fahren (die Strecke ist ausgeschildert). Die Landschaft ist wunderschön, aber die Piste ist eine Katastrophe. Ab Milas folgen Sie der Beschreibung wie oben. Wenn Sie nicht über Labranda fahren, so müssen Sie denselben Weg zurückfahren, den Sie gekommen sind, also von Alinda über Alabanda nach Cine, von dort über Yatagan nach Milas und weiter wie oben. Sie sollten bei diesem recht langen Tagesausflug bedenken, dass er sehr viel Fahrerei bei vergleichsweise wenigen antiken Stätten beinhaltet. Er lohnt hauptsächlich wegen der außergewöhnlich schönen Landschaft. [ T O P ] Tagesausflug nach H e r a k l e i a und eventuell L a b r a n d a. Bis Milas wie oben, dann in Richtung Aydin/Izmir abbiegen. Kurz vor dem Ortsausgang von Milas geht es rechts nach Labranda (gelbes Hinweisschild). Diese Straße ist nur die ersten 2 km asphaltiert und wird anschließend zu einer Piste, die in extrem schlechtem Zustand ist. Sie sollten diese Strecke am besten mit einem geländegängigen Wagen und keinesfalls nach längeren Regenfällen fahren. Rechnen Sie für die verbleibenden zwölf nicht asphaltierten Kilometer mindestens 45 Minuten sehr anstrengende Fahrzeit. Nachdem Sie diese Geländefahrt hinter sich gebracht haben (oder auch gar nicht nach Labranda gefahren sind), führt Sie die Milas-Izmir Straße weiter in Richtung Bafa-See. Kurz vor die Straße das Ufer erreicht, biegt in Camici eine Straße mit dem Hinweisschild Herakleia/Kapikiri nach rechts ab. Sie führt Sie am Ufer des Bafa-Sees bis nach Herakleia. Neben der Besichtigung antiker Stätten (z.T. per Boot) lässt sich dort auch hervorragend baden oder wandern, entweder am See entlang oder in Richtung Latmos. Die Fische des Sees sind bekannt für ihre Qualität. Zurück geht es wieder über Milas. [ T O P ]
[ T O P ] Nach Datca fahren nur in der Saison Fähren (auch Autofähren) ab Bodrum. Von Datca aus kann man das antike Knidos besuchen. Die Abfahrtszeiten können Sie wieder entweder im Reisebüro in Yalikavak oder in einem der Reisebüros im Hafen von Bodrum erfragen. Ans Herz legen möchten wir Ihnen
außerdem die Wanderung nach Sandima [ T O P ] |
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